Wie ERP nachhaltige Transformation durch integrierte Prozesse vorantreibt
Nachhaltigkeit bleibt ein geschäftlicher Imperativ, und der Druck zur Veränderung von Geschäftsprozessen nimmt zu. Aktuelle Daten zeigen, dass Führungskräfte die ökologische Nachhaltigkeit als ihre oberste Priorität einstufen – gegenüber dem vierten Platz im Jahr 2021.
Während viele Organisationen Umwelt-, Sozial- und Governance-Ziele (ESG) festgelegt und entsprechende Verpflichtungen eingegangen sind – angetrieben durch Sinnorientierung und neue regulatorische Anforderungen – stehen sie beim Übergang von der Ambition zur Umsetzung vor zahlreichen Herausforderungen. Tatsächlich ergab eine aktuelle IBM-Studie, dass globale Führungskräfte unzureichende Daten (41 %) als größtes Hindernis für ihre ESG-Fortschritte nennen, gefolgt von regulatorischen Hürden (39 %), uneinheitlichen Standards (37 %) und fehlenden Kompetenzen (36 %). Die Auswirkungen dieser Datenherausforderungen werden für Unternehmens-Stakeholder zunehmend sichtbar: Verbraucher treffen Kauf- und sogar Beschäftigungsentscheidungen auf Grundlage der Fortschritte eines Unternehmens bei der Erreichung seiner ESG-Ziele.
Diejenigen, die sich verpflichtet haben, die grüne Lücke zu schließen, haben nachhaltigkeitsorientierte Prozesse eingeführt und profitieren bereits davon. Wenn Daten eine zentrale Hürde für den Erfolg darstellen, sollten Unternehmen die Implementierung einer Umweltstrategie in Betracht ziehen, die ein umfassendes organisatorisches Engagement für klar definierte Zielergebnisse beinhaltet und Technologie nutzt, um Fortschritte zu beschleunigen und nachzuverfolgen.
Eine aktuelle Studie des IBM Institute for Business Value (IBV) und SAP befragte 2.125 Führungskräfte, die an den Strategien ihrer Organisationen zur ökologischen Nachhaltigkeit beteiligt sind. Die Studie brachte ein überraschendes Ergebnis hervor: Organisationen, die ihre Wettbewerber sowohl in ökologischen als auch in finanziellen Ergebnissen übertreffen, verfügen zugleich über das am tiefsten integrierte Enterprise-Resource-Planning-System (ERP).
ERP ist die führende Systemtechnologie und berührt nahezu jeden geschäftlichen Prozess einer Organisation. Es kann finanzielle und ökologische Ziele miteinander verbinden und Kennzahlen nachvollziehbar sowie zugänglich machen. In Kombination mit anderen Systemen implementiert, ermöglicht ERP Kostentransparenz und Sichtbarkeit – sodass ökologische, regulatorische und geschäftskritische Entscheidungen mit verbesserter Konsistenz und Zuverlässigkeit getroffen werden können.
Verborgene Möglichkeiten mit ERP aufdecken
Nachhaltigkeitsdaten einer Organisation sind aufgrund isolierter Geschäftsprozesse, unzuverlässiger Daten und nicht abgestimmter geschäftlicher Prioritäten oft schwer zugänglich. ERP deckt in Echtzeit wesentliche Informationen über Geschäftsbereiche hinweg auf und bringt notwendige Daten direkt zu Entscheidungsträgern und operativen Verantwortlichen – für eine optimierte Benutzererfahrung. Dieser neue Datenzugang versetzt Unternehmen in die Lage, unternehmensweite ESG-Verpflichtungen zu erfassen, zu berichten und umzusetzen sowie viele der komplexen Herausforderungen und Anforderungen der Nachhaltigkeit zu bewältigen. Mit dieser Transparenz können Mitarbeitende die Auswirkungen ihrer Entscheidungen erkennen und den berichteten Ergebnissen vertrauen. Dieses Vertrauen kann den notwendigen Kulturwandel beschleunigen, um eine umfassende nachhaltige Transformation des Unternehmens zu unterstützen und voranzutreiben.
Auch wenn Fortschritte bei der Erreichung von ESG-Zielen für manche nahezu unmöglich erscheinen, gibt es Organisationen, denen es gelungen ist, den Weg zu umweltfreundlicherem Erfolg systematisch zu gestalten. Die aktuelle IBM- und SAP-Studie identifizierte eine Gruppe besonders erfolgreicher Unternehmen (15 %) – die sogenannten Environmental Sustainability Enabled (im Folgenden „Enabled-Organisationen“). Diese priorisieren ökologische Nachhaltigkeit aktiv und setzen konkrete, klar kommunizierte Maßnahmenpläne deutlich häufiger um als ihre Wettbewerber.
Dem gegenüber stehen die sogenannten „Reluctant-Organisationen“ – Unternehmen, die ökologische Nachhaltigkeit nicht als entscheidend für ihren Geschäftserfolg betrachten. Die Studie zeigte, dass Enabled-Organisationen ökologische Nachhaltigkeit bewusst auf eine Stufe mit finanzieller Performance stellen, da sie Nachhaltigkeit als Treiber finanzieller Ergebnisse verstehen.
Die Studie ergab zudem, dass Enabled-Organisationen gezielt auf ERP-Datenstrukturen zurückgreifen, um ihre Nachhaltigkeitsziele systematisch zu steuern und messbar zu machen. Zu den weiteren herausragenden Ergebnissen zählen:
- Enabled-Organisationen berichten, dass 47 % ihrer Nachhaltigkeits-Performance-Daten in ihrem ERP erfasst werden. Bis 2025 erwarten sie einen Anstieg auf 55 % – ein Zuwachs von 17 %.
- 94 % mehr Enabled-Organisationen als Reluctant-Organisationen sind der Ansicht, dass ERP-Systeme bei der Steuerung von Nachhaltigkeitszielen in der Fertigung unterstützen. 31 % mehr vertreten diese Ansicht auch im Hinblick auf das Personalmanagement.
- Enabled-Organisationen berichten, dass nahezu 70 % ihrer Kennzahlen zu CO₂-Bindung und Energieverbrauch in ihrem ERP erfasst werden.
- Enabled-Organisationen nutzen ERP 39 % häufiger als Reluctant-Organisationen, um standardisierte Umweltkennzahlen über Ökosysteme hinweg zu etablieren.
- 43 % mehr Enabled-Organisationen als Reluctant-Organisationen nutzen ERP zur Festlegung gemeinsamer Umweltziele.
Alle Organisationen sollten dies beachten: In einer vernetzten Wirtschaft kann ERP dabei helfen, gemeinsame Nachhaltigkeitsinitiativen zu unterstützen und zu standardisieren.
Jetzt ist die Zeit zu handeln
Nachhaltigkeit und ERP sind Teamleistungen, die auf realen Daten basieren – kein Team kann allein erfolgreich sein. Als strategische Partner für SAP S/4HANA und SAP Sustainability-Lösungen bündeln IBM und SAP Technologien und Services mit Plattformen auf Unternehmensebene, um Unternehmen dabei zu unterstützen, Silos aufzubrechen und Lösungen in kritische Geschäftsbereiche und Betriebsabläufe zu integrieren.