Generative KI im HR: SAP SuccessFactors und Microsoft treiben die Zukunft der Arbeit voran
Generative KI im HR: SAP SuccessFactors und Microsoft treiben die Zukunft der Arbeit voran
Auf der SAP Sapphire in Orlando präsentierte SAP SuccessFactors neue Innovationen rund um generative künstliche Intelligenz (KI). Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Belegschaft zukunftssicher aufzustellen, Qualifikationslücken zu schließen und HR-Prozesse effizienter zu gestalten.
Im Mittelpunkt stehen neue Funktionen für Recruiting, Lernen und Workforce Management, die in enger Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt wurden. Durch die Integration mit Microsoft 365 Copilot und Viva Learning sollen Mitarbeitende und Führungskräfte künftig produktiver arbeiten und einfacher auf relevante Informationen zugreifen können.
Mehr Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der SAP Sapphire Eventseite.
Partnerschaft von SAP und Microsoft bringt generative KI ins HR
Mit der erweiterten Partnerschaft zwischen SAP und Microsoft wird die Vision einer unternehmensfähigen generativen KI zunehmend Realität.
Die Integration von SAP SuccessFactors mit Microsoft 365 Copilot und Copilot in Viva Learning soll Unternehmen dabei helfen:
- Talente schneller zu finden
- Mitarbeitende langfristig zu binden
- Kompetenzen gezielt weiterzuentwickeln
Diese Themen sind entscheidend für Unternehmen weltweit. Laut Studien sehen 75 % der Führungskräfte die Gewinnung und Bindung von Schlüsselkräften als größte Herausforderung für zukünftiges Wachstum.
„Die Qualifikationslücke gehört zu den größten Herausforderungen für Unternehmen“, erklärte Aaron Green, Chief Marketing & Solutions Officer von SAP SuccessFactors, während der HXM-Keynote.
KI als Treiber für die Transformation von Unternehmen
Die Zusammenarbeit zwischen SAP und Microsoft erreicht weltweit eine enorme Nutzerbasis.
- Mehr als 248 Millionen Menschen nutzen SAP SuccessFactors
- Die HR-Suite ist in über 100 lokalen Versionen verfügbar
- Microsoft Office wird von rund 1 Milliarde Menschen genutzt
- Microsoft Teams hat etwa 280 Millionen täglich aktive Nutzer
„KI ist ein fundamentaler Baustein für die Zukunft der Wirtschaft“, sagte Green. „Sie wird es uns ermöglichen, Unternehmen in großem Maßstab zu transformieren.“
Drei Innovationen von SAP SuccessFactors für die Arbeitswelt der Zukunft
Auf der SAP Sapphire stellte SAP SuccessFactors drei zentrale Innovationen vor, die Unternehmen dabei unterstützen, ihre Belegschaft strategisch weiterzuentwickeln und Qualifikationslücken zu schließen.
1. Generative KI für Recruiting und Lernen
Die erste Innovation integriert generative KI direkt in Recruiting- und Lernprozesse. Mitarbeitende können Aufgaben künftig direkt im Arbeitskontext erledigen – ohne zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln zu müssen.
Recruiter und Führungskräfte profitieren unter anderem von:
- automatisch generierten Stellenbeschreibungen
- besserer Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche
- integrierten Prüfungen auf voreingenommene oder diskriminierende Sprache
Diese Funktionen verbessern nicht nur HR-Prozesse, sondern auch die Employee Experience.
„Der Ansatz in the flow of work ist entscheidend“, erklärte Kirk Koenigsbauer, Chief Operating Officer der Experiences and Devices Group bei Microsoft. „Wenn HR-Lösungen direkt dort verfügbar sind, wo Menschen täglich arbeiten, steigt sowohl die Nutzung als auch das Engagement deutlich.“
2. Talent Intelligence Hub für datenbasierte Personalentwicklung
Die zweite Innovation ist ein KI-basierter Talent Intelligence Hub, der Kompetenzprofile für Mitarbeitende automatisch erstellt und kontinuierlich aktualisiert.
Basierend auf dem Whole-Self-Modell erhalten Mitarbeitende personalisierte Empfehlungen für:
- Lernangebote
- Mentorinnen und Mentoren
- interne Karrierechancen
Unternehmen profitieren gleichzeitig von einer besseren Übersicht über vorhandene Fähigkeiten und können ihre strategische Personalplanung deutlich verbessern.
„Daten helfen uns dabei, Menschen gezielt weiterzuentwickeln – auf eine Weise, die sowohl für sie selbst als auch für das Unternehmen sinnvoll ist“, erklärte Meg Bear, President und Chief Product Officer von SAP SuccessFactors.
3. Total Workforce Management für interne und externe Talente
Die dritte Innovation erweitert die Funktionen für Total Workforce Management. Dabei werden SAP SuccessFactors, SAP Fieldglass und SAP S/4HANA Cloud miteinander verbunden.
Das Ziel: eine ganzheitliche Transparenz über alle Arbeitskräfte – interne Mitarbeitende ebenso wie externe Spezialisten.
Studien zeigen, dass 50 % der Unternehmen künftig stärker auf externe Talente setzen wollen. Eine integrierte Workforce-Strategie hilft dabei, Fachkräfte genau dann einzusetzen, wenn sie für wichtige Projekte benötigt werden.
Die neuen Funktionen sollen mit dem SAP SuccessFactors Release in der zweiten Jahreshälfte 2023 verfügbar werden.
Praxisbeispiel: Standard Chartered Bank transformiert HR mit SAP
Die internationale Standard Chartered Bank nutzt bereits Total Workforce Management von SAP, um ihre HR-Landschaft zu modernisieren.
Das Unternehmen betreibt Geschäfte in 59 Märkten und beschäftigt rund 85.000 Mitarbeitende sowie 20.000 externe Arbeitskräfte.
Durch die Integration von SAP SuccessFactors Employee Central mit SAP Fieldglass entstand eine ganzheitliche Sicht auf die gesamte Belegschaft.
Mit der Einführung von Position Management im Jahr 2022 konnte das Unternehmen seine Personalstruktur erstmals vollständig visualisieren.
Zu den Ergebnissen der Transformation gehören:
- Migration von 3,5 Millionen Datensätzen
- Integration von 75 Drittanbietersystemen
- 87 % weniger Reports
- verbesserte Employee Experience durch ein neues Mitarbeiterportal
Für diese Transformation wurde die Bank mit einem SAP Innovation Award ausgezeichnet.
Wie künstliche Intelligenz die Zukunft der Arbeit verändert
SAP verfolgt einen verantwortungsvollen Ansatz beim Einsatz von künstlicher Intelligenz und hat früh Leitprinzipien für deren Nutzung in Unternehmenssoftware definiert.
In SAP SuccessFactors wird KI eingesetzt, um:
- HR-Prozesse zu automatisieren
- Workforce Planning zu verbessern
- Mitarbeitende bei ihrer Karriereentwicklung zu unterstützen
„KI kann viele monotone Routineaufgaben übernehmen und Menschen mehr Raum für Kreativität geben“, erklärte Koenigsbauer.
Meg Bear ergänzte: „Arbeit wird sich verändern. Unternehmen müssen diese Entwicklung aktiv nutzen und ihre Mitarbeitenden darauf vorbereiten. Organisationen, die diese Dynamik annehmen, werden langfristig wachsen und erfolgreich sein.“